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Stille Effizienzreserven heben –
Gezielte und strukturelle Ergebnissteigerungsprojekte
als Alternative zu plakativen MegaprogrammenStille Effizienzreserven heben – Gezielte und strukturelle Ergebnissteigerungsprojekte als Alternative zu plakativen Megaprogrammen


Beispiel Handelskonzern

Stern Stewart Research // Volume 39

Autoren: Dimitri Belobokov, Stefan Heppelmann und Carolin Wetzel

 

Es ist keine 12 Monate her, da galten deutsche Unternehmen als Paradebeispiele für Effizienz und Erfolg. Schlüssel dafür waren die zum Teil groß angelegten Restrukturierungsprogramme der Jahre zuvor, die Lohnzurückhaltung und die hohe Internationalität. Doch die neuen Kostensenkungs-
programme, ausgelöst durch die Finanzkrise und die beginnende Rezession, sehen eher wie defensive Verzweiflungstaten als gezielte Effizienzsteigerungen aus. Mit der undifferenzierten Devise „10% sind überall drin“ greift man nicht selten die Substanz des Unternehmens an. Umgekehrt bietet die Wucht der derzeitigen Krise für ein offensiv agierendes Management die Chance, an die stillen Effizienzreserven in der Organisation vorzustoßen.

 

Den Unterschied machen drei Grundsätze für erfolgreiche Effizienzsteigerungsprogramme:


1. Vom Prozess statt von Kostenstellen und Köpfen ausgehen
2. Strukturelle Ursachen für Ineffizienzen konsequent angreifen
3. Maßnahmeneffekte intensiv controllen, Druck aufrecht erhalten bis das Potenzial in der GuV ankommt