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Neue Anforderungen an die Vorstandsvergütung:
Was Unternehmen dringend ändern müssenNeue Anforderungen an die Vorstandsvergütung: Was Unternehmen dringend ändern müssen


Ermittlung langfristig orientierter Boni

Stern Stewart Research // Volume 44

Autor: Dr. Maximilian Koch
 
Wie sieht eine angemessene Vergütung für Vorstände aus? Wie hoch muss der variable, leistungsabhängige Anteil an der Gesamtvergütung sein? Sollen Manager für falsche Entscheidungen haften? Oder sollten Boni gleich ganz abgeschafft werden?
 
Den neuen gesetzlichen Regelungen zum Trotz: Die Liste der Fragen, die nach dem richtigen Ansatz in der Managementvergütung suchen, ist nicht nur endlos. Sie führt das Thema ad absurdum. Die Debatte findet auf einer Ebene statt, die die Gesetzmäßigkeiten der Marktwirtschaft – wer etwas leistet, soll dafür auch entsprechend honoriert werden – einfach ignoriert.
 
Dass die Leistungsträger der Gesellschaft an den Pranger gestellt werden, ist falsch und gefährlich. Deshalb ist es so wichtig, die Managementvergütung jetzt neu auszurichten und die Weichen richtig zu stellen. Statt über die Abschaffung der Boni nachzudenken, sollte die Diskussion sich darauf konzentrieren, wie die Verankerung der Leistungsorientierung in der Unternehmenssteuerung wirkungsvoll erfolgen kann.
 
Mit dem neuen VorstAG und dem MaRisk gibt der Gesetzgeber Richtlinien vor, die es zu berücksichtigen gilt. Die Angemessenheit der Vergütung ist dabei ebenso zu beachten wie die Nachhaltigkeit der Performance. Dafür muss zuerst einmal Klarheit darüber geschaffen werden, wie Performance richtig gemessen werden kann. Vor allem aber sollten Unternehmen jetzt die Gelegenheit ergreifen, ihre Manager konsequent an den Chancen und an den Risiken ihres Handelns zu beteiligen. Nur dann stehen die geschaffenen Anreize auch wirklich im Dienst des unternehmerischen Erfolgs.