
Stern Stewart Research // Volume 41
Autoren: Konstantin Wrona und Dimitri Belobokov
Kapital ist teuer – wird es knapp, dann wird es noch teurer. Bei den Kapitalkosten geht es seit
der Finanzkrise aber nicht allein um die Finanzierungskosten. Kritisch ist die grundsätzliche
Verfügbarkeit und damit die Opportunitätskosten von entgangenen Investitionschancen, die von Tag
zu Tag steigen. So wird als Gewinner der Krise hervorgehen, wer jetzt die Mittel generiert, um in den
nächsten Monaten und Jahren zu investieren.
Es rechnet sich daher, jede Art von Kapitalbindung schonungslos zu hinterfragen. Ein aktives Asset
Management wird zu einem der wichtigsten Hebel der Innenfinanzierung in der Krise und konzentriert
sich auf drei wesentliche Bereiche:
1. Potenzial- und konsolidierungsorientierte Investitionssteuerung – Anlagevermögen konsequent managen und sich von Kapitalallokationsautomatismen und „Muss-Investitionen“ befreien
2. Systematische Reduktion des Working Capital – Cash aus operativen Prozessen freisetzen und das Working Capital schneller arbeiten lassen
3. Verankerung von Kapital- und Cashdisziplin in der Organisation – Konsequente Integration von Kapitalkosten und Cash Flow Zielgrößen in die Unternehmenssteuerungssysteme und -prozesse
Entscheidend für die erfolgreiche und kurzfristige Freisetzung von Cash Potenzialen ist es, mit den bestehenden Konventionen und Automatismen zu brechen.























