zurück

Die Verwaltungsfabrik – 
Effizienzreserven in administrativen Prozessen realisierenDie Verwaltungsfabrik – Effizienzreserven in administrativen Prozessen realisieren

Stern Stewart Research // Volume 48

Autoren: Konstantin Wrona, Pavol Sikula und Torben Hansen

 

Der Trend ist deutlich spürbar und sicher nicht neu: Konzernzentralen stellen sich zunehmend schlanker auf, fokussieren ihre hoheitlichen Funktionen auf Strategie bzw. Steuerung und lagern administrative Prozesse in Shared Service Center aus. Circa 70% der deutschen Großunternehmen verfügen bereits über derartige Strukturen – insbesondere in den Bereichen Rechnungswesen, Personal, Einkauf und IT – oder bauen sie derzeit mit Nachdruck auf.

Die Logik ist einleuchtend: Massenprozesse wie Lohnabrechnung oder Rechnungsbearbeitung werden gebündelt und unternehmensweit standardisiert, um Effizienzvorteile in der Prozessabwicklung zu erzielen – bei gleichzeitig positiven Qualitätseffekten. Mithin durchaus erfolgreich: In vielen Fällen konnten die Unternehmen Kosteneinsparungen in der Größenordnung von circa 15% realisieren.

Dennoch: Das tatsächliche Effizienzpotenzial der Verwaltungsfabrik ist erheblich größer. Ungenutzte Potenziale entstehen dort, wo nicht konsequent genug gedacht wird, historisch gewachsene Strukturen und Prozesse nur halbherzig optimiert werden oder die geradezu unheimliche Kostenremanenz in den Verwaltungsbereichen der Realisierung von Einsparpotenzialen bei Cash Flow und Ergebnis entgegenwirkt.

Die Erfahrung zeigt, dass durch konsequentes Handeln nachhaltige Kosteneinspareffekte jenseits der 30% realisiert werden können. Die Optimierung der administrativen Prozesslandschaft gehört damit als wesentlicher Performancehebel auf jede Managementagenda.